Pressemitteilung


 

 
 

Schloß Wachwitz zum Verkauf angeboten

Stellungnahme IKKH Dr. Albert Prinz von Sachsen und Elmira Prinzessin von Sachsen zur Auktionierung von Schloß Wachwitz

Im Rahmen der Münchner Immobilienmesse EXPO REAL 2004 wird unser Elternhaus, Schloß Wachwitz, samt Königlicher Villa, Park und Weinberg einem internationalen Publikum zum Verkauf angeboten. Als Wettiner wollen meine Frau und ich dazu Stellung nehmen.

Seit 1990 versuchen wir - auch mit Kaufantrag - wiederholt das von unserem Vater Prinz Friedrich Christian von Sachsen Herzog zu Sachsen Markgraf von Meißen erbaute Schloß Wachwitz insgesamt für die Familie zu erhalten, bzw. zurückzuerwerben. Wir hatten bereits kurz nach der Wende angeboten, wir würden gerne Schloß Wachwitz zu einem Mittelpunkt kulturellen und sozialen Lebens in Sachsen zu machen. Damit hätten wir zahlreiche Arbeitsplätze schaffen können. Leider wurden wir wiederholt behindert, zuletzt durch ein Urteil des Verwaltungsgerichts Dresden. Dieses Urteil erscheint uns nicht gerechtfertigt, weil der Freistaat Sachsen bislang seiner Verpflichtung nicht nachgekommen ist, das Recht auf die Enteignung nachzuweisen.

Wir protestieren daher gegen diese einseitige Maßnahme, zumal die Verhandlungen im Zuge der Wiedervereinigung Deutschlands laut Auskunft des damaligen russischen Präsidenten Gorbatschow und des ehemaligen amerikanischen Präsidenten Reagan nie die Beibehaltung der sog. Bodenreform zum Inhalt hatten. Zudem ist gegenwärtig eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof in Straßburg anhängig. Die Anhörung dazu hat bereits stattgefunden und das Urteil wird spätestens im Januar 2005 erwartet.

Wir fordern daher den Freistaat Sachsen auf, den Verkauf bzw. die Verauktionierung des Areals solange aufzuschieben, bis das Urteil in Straßburg gesprochen ist.

Unabhängig davon bekennen wir uns zur Geschichte und Tradition des Kurfürstentums, Königreichs und heutigen Freistaats Sachsen, haben doch unsere Vorfahren von 1089 bis 1918 das Land zur vollen Zufriedenheit der sächsischen Bevölkerung regiert. Noch heute werden diese Errungenschaften in zahlreichen Präsentationen und durch hervorragende Ausstellungen anerkannt.

Im übrigen wurde 1923/24 beim Abschluß des ersten Staatsvertrags mit dem damaligen Freistaat Sachsen das Versprechen abgegeben, es würden künftig keine weiteren Schädigungen des Hauses Wettin stattfinden. Wir verweisen daher ausdrücklich auf den damals abgeschlossenen und durch Volksabstimmung in Kraft gesetzten STAATSVERTRAG.

Die Unterzeichneten bekennen sich außerdem zur Tatsache, daß das Areal Wachwitz von 1830 bis zum Kriegsende 1945 Privateigentum des Hauses Wettin Albertinische Linie war, zuletzt des Prinzen Friedrich Christian. Wir weisen auch den in der Presse geäußerten Vorwurf zurück, wir wollten uns überhaupt nicht mehr um Wachwitz kümmern. Gleichzeitig verneinen wir auch, daß wir dieses Objekt "endgültig abgeschrieben" haben, auch wenn das Verwaltungsgericht Dresden eine gegenteilige Meinung vertritt.

Dr. Albert Prinz von Sachsen Herzog zu Sachsen
Elmira Prinzessin von Sachsen Herzogin zu Sachsen

 


Dr. Albert Prinz von Sachsen Herzog zu Sachsen, Elmira Prinzessin von Sachsen Herzogin zu Sachsen
Grünwalder Straße 225d, 81545 München
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