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Seine Königliche Hoheit 50 Jahre Studiengruppe für Sächsische Geschichte und Kultur e.V. München - Dresden Nachdem bereits am 29. Januar 2011 in München im kleinen Kreis die 50-Jahrfeier der Studiengruppe begangen worden war, fand am Samstag, dem 28. Mai 2011, also in der warmen Jahreszeit, die genannte festliche Veranstaltung in Dresden im Taschenbergpalais statt. Wir staunten sehr, daß im Taschenbergpalais
über 100 geladene Gäste, Freunde und Mitglieder anwesend
waren. Nach einleitenden Grußworten sprach als erster
Referent Staatssekretär a. D. Dr. WOLFGANG
VEHSE, ein gebürtiger
Münchner, nun aber nach längerer Tätigkeit im
Sächsischen Wirtschaftsministerium über das Thema
"Bayern und Sachsen, nach dem Fall der Mauer". Zum Abschluß seines Vortrages ging der Referent auf das Wirken der Firma Kreutzkamm in München und Dresden ein. Neuerdings ist diese Firma auch mit einem vorzüglichen Café und Restaurant am Tegernsee vertreten. Dabei ist besonders der Streuselkuchen anzuführen, den wir beim mehrfachen Besuch als einen hervorragenden Beitrag zur Erhaltung sächsischer Essenskultur bewundern konnten. In einem zweiten Vortrag in Dresden sprach
Ministerialdirigent a.D. Dr. HUBERTUS
DEßLOCH zum Thema "Bayern
und Sachsen - Föderale Hüter der Subsidiarität in
Europa". Damit aber keine Anarchie ausbrechen könne, müßten die zwischenmenschlichen Verhältnisse in Ordnung sein. Dazu bedürfe es besonders der Liebe und des Wollens im internen menschlichen Bereich. Damit wäre eine enge Verbindung zu den Päpsten und vielen Bischöfen hergestellt - ist doch das Prinzip der Subsidiarität ein wichtiger Grundpfeiler der päpstlichen Soziallehre. Man solle daher auch bei weiteren Publikationen über die "Soziale Frage" diese Gedanken mehr berücksichtigen. Der Historiker könne dazu einen vorzüglichen weiteren Beitrag zur Geschichte der "Sozialen Bewegung" leisten. In einem dritten Vortrag behandelte der
Journalist ANDREAS von IWICKI mit dem äußerst aktuellen
Thema "Sachsen und Polen - Partnerschaft in Geschichte
und Gegenwart". Die Zeit des sächsischem Einflusses unter den Wettiner in Polen während des 18. Jahrhunderts habe auf allen Teilgebieten von Verwaltung, Schule und Universitätswesen, Wirtschaft und Kultur zu einem nachhaltigen Schub zur Modernisierung der Polnischen Nation geführt. Für Sachsen und Polen wirkten sich diese Neuerungen befruchtend aus und ließen für beide Seiten auch in der Zukunft einen größeren Wohlstand erwarten. Mit Recht führt HANS-DIETER FRAUND, stellvertretender Vorsitzender der Studiengruppe, wörtlich aus: "Die aus dieser Epoche gebliebene Liebe und Wertschätzung für das Haus Wettin ist noch immer nachhaltig in weiten Kreisen der polnischen Bevölkerung noch bis heute spürbar." Für uns heutige Angehörige des Hauses Wettin - Albertinische Linie bedeutet dies einen mächtigen Ansporn. Wir sollten daher alles tun, um unsere gegenseitigen Kontakte zwischen Sachsen und Polen zu verstärken. Diese Beispiele aus dem 18. und beginnenden 19. Jahrhundert sollten für unsere Zukunft von Bedeutung sein. Im letzten Vortrag an diesem 28. Mai ging der Unterzeichnete mit seinem Thema "Sachsen stets kaisertreu - Verantwortung für das christliche Europa" ein. In diesem umfassenden Referat stellte der Redner drei fundamentale Merkmale des Fürstlichen Hauses Wettin in den verschiedenen historischen Dimensionen entscheidend heraus:
Insgesamt können wir wiederum Hans-Dieter Fraund Recht geben, wenn er wörtlich folgendes sagt: "So stehen Maxime und Erkenntnis, Wesen und Wirken der Wettiner als leuchtendes Mahnmal am Horizont der Geschichte." Ergänzend ist noch zu bemerken, daß in Wirtschaft, Sozialwesen und Kultur Sachsen noch gegenwärtig davon zehrt, was zur Zeit der Monarchie von den Wettinern geschaffen wurde. Der verehrte Leser sollte vor allem Dresden mit seinen Kunstwerken, den reichen Kunstsammlungen und den bedeutenden musikalischen Ereignissen in der Oper und den wichtigsten Kirchen dieser Stadt aufsuchen. Dazu kann die Bestätigung auch für Sachsens Stellung in den heutigen 16 Bundesländern der Bundesrepublik Deutschland betont werden. Zum 50-jährigen Jubiläum der Studiengruppe wurde auch eine Festschrift mit Beiträgen aus Sachsen und Thüringen herausgebracht. Daraus kann der Leser entnehmen, was für eine Bedeutung Sachsen in vielen Bereichen des täglichen Lebens hatte und heute besitzt. Abschließend sei noch bemerkt, daß der Autor dieses Beitrages auch entscheidende Gedanken unseres stellvertretenden Vorsitzenden Hans-Dieter Fraund, PhD, DD, ThD aus Wuppertal berücksichtigen konnte.
Dr. phil. Dr. h. c. (USA) Albert Prinz von
Sachsen Herzog zu Sachsen - Alle Rechte vorbehalten! -
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