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Dr. Albert Prinz von Sachsen Herzog zu Sachsen Markgraf von Meißen

Pfingsten 2012 in Sachsen


Am Freitag, den 25. Mai, wurde aus Anlaß des 500. Geburtstages des Gemäldes "Sixtinische Madonna" im Semperbau des Dresdener Zwingers eine diesem bedeutenden Kunstwerk gewidmete Ausstellung eröffnet. Dabei sind zahlreiche mit der Persönlichkeit des italienischen Meisters Raffael verbundene Dokumente und Bilder zu sehen.

Es kann an dieser Stelle durchaus herausgestellt werden, daß dieses weltbekannte Bild Raffaels durch die Wettiner für Dresden erworben wurde. Leider konnten meine Frau, Prinzessin Elmira, und ich diese Ausstellung aus Termingründen persönlich nicht mehr besuchen.

Am Pfingstsonntag, dem 27. Mai, besuchten wir die konzertante Aufführung einer Oper von Prinzessin Amalie von Sachsen (1794 - 1870) im Rahmen der Dresdner Musikfestspiele im barocken Palais im Großen Garten besuchen. Dieses in Rom spielende Werk bestand aus einem Akt und ist in italienischer Sprache gehalten.
Bekannt wurde diese Oper unter dem Namen "La Casa Disabitata - Das unbewohnte Haus". Dieses Musikstück wurde in Pillnitz am 17. September 1835 der Öffentlichkeit vorgestellt.

Da diese Musikvorführungen nur für einen bestimmten Zweck geboten wurde, konnte Das Unbewohnte Haus nur einmal aufgeführt werden - weshalb mit dieser Oper wohl keine Amalia-Renaissance eingeleitet werden wird. Auf jeden Fall ist es den Musikfestspielen in Dresden zu verdanken, daß das dieses Werk 2012 nach 177 Jahren wieder dem Dresdner Publikum zu Gehör gebracht werden konnte. Bei einem längem Gespräch mit dem Dirigenten Helmut Branny konnten wir ihm unsere Begeisterung über die Inszenierung ausdrücken.

In diesem Gespräch wurde der Vorschlag unterbreitet, die Wettiner sollten erwägen, alle Vertreter des Hauses aus Thüringen und Sachsen in Dresden zu einem Familientag zu versammeln. Ein solches Treffen würde dann zum ersten Mal nach 1945 stattfinden.
Bei einigermaßen guten Willen der Beteiligten sollte dies möglich sein.

Am Pfingstmontag, dem 28. Mai machten wir bei einem herrlichen Sonnenwetter eine Rundfahrt durch das sächsische und einen Teil des böhmischen Erzgebirges. Dabei wurde uns klar, wie eng diese beiden Teile des Gebietes noch in der Gegenwart zusammenwirken und zusammengehören.

Bei dieser Gelegenheit gedachten wir des freiwillig aus dem Leben geschiedenen Volkssängers Anton Günther, dessen Schaffen ein reichhaltiges Liedgut entsprang. Besonders das Lied "Wu de Walder haamlich rauschen" erinnert an die Freundschaft Anton Günthers zu meinem Großvater König Friedrich August III. von Sachsen, wie sie vor allem in den Schlußversen dieses volkstümlichen Liedes zum Ausdruck kommt.
Dieses Lied widmete Anton Günther dem letzen Monarchen aus dem Hause Wettin-Albertinische Linie.

Am 29. und 30. Mai unternahmen wir mit einem Dresdner Bekannten zwei Autofahrten in die Oberlausitz. Beim Besuch des Sorbischen Museums in Bautzen und dem Stadtmuseums in Zittau konnte ich einige wichtige Bücher für meine inzwischen fast vollendete Arbeit an meinem aktuellen Buch zur Geschichte der Textilindustrie Sachsens erwerben. Dabei konnte ich auf die Mithilfe der dort tätigen Fachleute zurückgreifen, für die ich mich nochmals herzlich bedanken möchte.

Bei einen Empfang beim Bürgermeister Michael Böhmer in Bautzen wurde uns eine Mappe mit Dokumenten der Stadt überreichte (Bericht im Bautzner Anzeiger). Auch konnten wir eine reichhaltige Bildersammlung mit Trachten der Sorben und Wenden erwerben.

Nach einem Besuch im Stadtmuseum von Zittau und der Ausstellung "Textiles für Kinder" in Seifhennersdorf konnte ich die Beobachtung machen, wie wichtig das Textilwissen auch für unsere Nachkommen ist. Dieser Aspekt soll auch in der meiner Arbeit zur Textilindustrie Sachsens berücksichtigt werden.

Am Abend des 30. Mai kehrten wir nach Radebeul zurück. Es waren für mich und meine Frau Tage, die uns reiche Erfahrungen brachten.

Dr. phil. Albert Prinz von Sachsen
Herzog zu Sachsen
Markgraf von Meißen


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